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Frequently Asked Questions

Allgemein & PlattformCOD: Allgemeine FragenFunktionsübersichtIntegrationenNIS2 & CompliancePreiseLive-DemoNetzwerk & ZugangMonitoringNetwork Access Control (NAC)Captive-PortalTACACS+ (Geräte-Administration)Switch-AutomatisierungSicherheit & IdentitätSchwachstellen (VAS)OTP-AuthentifizierungcodPassStronghold: Passwort-Tresor (verfügbar mit COD 3.6)Betrieb & ResilienzBackup & Disaster RecoveryHypervisor-Verwaltung (virtuelle Switches)

Allgemein & Plattform


COD: Allgemeine Fragen

Was ist das COD (Central Operations Dashboard)?

Das COD ist eine herstellerunabhängige Plattform, die Ihre IT-Infrastruktur an einer Stelle bündelt, als „Single Source of Truth". Statt Insellösungen abzulösen, bindet das COD bestehende Systeme an und zentralisiert deren Steuerung, Dokumentation und Auswertung.

Für wen ist das COD gedacht?

Für IT-Abteilungen und Dienstleister, die heterogene, über mehrere Standorte verteilte Infrastrukturen betreiben und Betrieb, Dokumentation und Compliance an einem Ort zusammenführen möchten.

Ersetzt das COD meine bestehenden Systeme und Werkzeuge?

Das COD kombiniert eigene Lösungen mit Anbindungen. Funktionen wie NAC, Backup, OTP, GRC oder die Verwaltung virtueller Switches liefern wir als eigenständige, herstellerunabhängige Lösungen mit. Bestehende Drittsysteme wie Verzeichnisdienste, Monitoring, Ihre CMDB/Asset-Verwaltung oder Firewalls bleiben erhalten und werden angebunden. Sie behalten Ihre gewohnten Mechanismen und gewinnen zentrale Transparenz und Automatisierung.

Welche Module bietet das COD?

Alle Module der Plattform sind standardmäßig aktiv und bereits im Lieferumfang installiert. Dazu kommt das Schwachstellen-Management COD-VAS. Es ist ein gesondert zu bestellendes Add-on und befindet sich derzeit in Vorbereitung.

Als eigenständige, herstellerunabhängige Lösungen liefern wir mit: Network Access Control (NAC), Backup/Disaster-Recovery, OTP-Authentifizierung, GRC (inkl. NIS2-Unterstützung), Hypervisor-Verwaltung (für virtuelle Switches) sowie Netzwerk-Dokumentation und -Visualisierung (L2/L3-Topologie) inkl. Firewall- und Report-Verwaltung.

Über Anbindungen integrieren wir zudem bestehende Drittsysteme: Verzeichnisdienste, Monitoring, und Ihre CMDB/Asset-Verwaltung.

Wird das COD in der Cloud oder On-Premises betrieben?

COD gibt es in drei Betriebsarten. Self Hosted läuft in Ihrer eigenen Infrastruktur oder in der Ihres Partners. Seit Version 3.7.0 wird es als Paket für Ubuntu Server installiert und aktualisiert. Ihre Betriebsdaten bleiben dann bei Ihnen oder Ihrem Partner. Shared Hosted und Private Hosted sind Instanzen, die extocode für Sie betreibt. Die Betriebsarten stehen auch auf der Seite Preise.

Wo liegen meine Daten? Ist der Betrieb DSGVO-konform?

Bei Self Hosted läuft COD in Ihrer eigenen Umgebung, die Daten bleiben unter Ihrer Kontrolle. Bei Shared Hosted und Private Hosted betreibt extocode die Instanz für Sie und verarbeitet die Daten in Ihrem Auftrag. Zugriffe sind rollenbasiert geregelt. Mandanten und Standorte sind logisch und in den Zugriffsrechten voneinander getrennt.

Wie funktioniert die Benutzer- und Rechteverwaltung?

Über eine rollenbasierte Zugriffssteuerung (RBAC). Rechte werden je Modul, Rolle und Standort feingranular vergeben. Für die Anmeldung lassen sich bestehende Verzeichnisdienste per LDAP/Active Directory anbinden. Lokale Konten sind ebenfalls möglich.

Unterstützt das COD mehrere Mandanten und Standorte?

Ja. Das COD ist mandanten- und mehrstandortfähig. Daten und Berechtigungen sind je Standort voneinander getrennt. Nutzer können zwischen berechtigten Standorten wechseln.

Wie unterstützt das COD bei NIS2 und GRC?

Das GRC-Modul digitalisiert Risikomatrix, Asset-bezogenes Risikomanagement sowie Richtlinien- und Gefährdungskataloge. In Verbindung mit dem zentralen Asset- und Abhängigkeits-Kontext unterstützt das COD die Nachweis- und Dokumentationspflichten im Rahmen von NIS2.

Welche Systeme und Hersteller lassen sich anbinden?

Das COD ist multi-vendor-fähig. Im Netzwerk-Management werden u. a. Cisco, HPE, Allied Telesis, Ruijie und MikroTik unterstützt. Firewalls lassen sich über OPNsense, pfSense, DynFi und AIMdefense verwalten. Ergänzend binden wir Verzeichnisdienste (LDAP/Active Directory), Monitoring, und Ihre CMDB/Asset-Verwaltung an. Ziel ist der Betrieb mit Ihrer vorhandenen, heterogenen Infrastruktur.

Wie sicher ist das COD?

Sicherheit ist grundlegend umgesetzt: rollenbasierte Zugriffe, Anmeldung mit zweitem Faktor (TOTP mit Wiederherstellungscodes), verschlüsselte Ablage sensibler Daten und ein feldgenaues Audit-Protokoll im GRC-Modul. Ein gemeinsames Protokoll für die übrigen Module ist im Aufbau. Mandanten und Standorte sind logisch und in den Zugriffsrechten voneinander getrennt. Bei Self Hosted bleiben Daten und Zugriffe in Ihrer Umgebung.

Was kostet das COD und wie wird es lizenziert?

Alle Module der Plattform sind in den Preisen für Seats und Tenant Fee enthalten. Eine separate Lizenzierung einzelner Module entfällt. Gesondert bestellt wird allein das Add-on COD-VAS für das Schwachstellen-Management. COD wird über Partner vertrieben, Ihr Angebot erstellt deshalb ein Partner. Sagen Sie uns Ihren Bedarf über das Kontaktformular, wir bringen Sie mit dem passenden Partner zusammen.

Funktionsübersicht

Ist diese Liste vollständig?

Sie deckt die zentralen, aktuell ausgelieferten Funktionen ab, modulweise auf eine Beschreibung je Feature verdichtet. Den vollständigen, technisch detaillierten Stand pflegen wir laufend weiter. Fragen Sie für ein konkretes Vorhaben einfach nach.

Sind alle Funktionen in jeder Lizenz enthalten?

Ja. Alle Module sind Teil der Plattform. Gesondert bestellt wird allein das Add-on COD-VAS.

Läuft COD vollständig on-premise?

Ja. COD läuft in Ihrer Umgebung, Sie behalten die volle Datenhoheit, passend für KRITIS- und NIS2-Anforderungen.

Integrationen

Ersetzt COD meine bestehenden Tools wie Zabbix?

Nein. COD spricht über Integrationen mit Ihren bestehenden Systemen und führt deren Daten zusammen, statt sie zu ersetzen.

Ist codPass bereits in COD integriert?

Nein. codPass ist ein eigenständiges Produkt und nicht Bestandteil von COD. Der in COD integrierte Tresor ist Stronghold. Browser-Plugins sind nicht Teil von codPass.

NIS2 & Compliance

Macht COD meine Organisation NIS2-konform?

COD macht Ihre Vorbereitung auf die NIS2-Anforderungen nachweisbar: mit Asset-Transparenz, asset-basiertem Risikomanagement und nachvollziehbaren Belegen. Eine Aussage über Ihre Konformität ist damit nicht verbunden. Ob Sie konform sind, hängt von Ihren Maßnahmen ab. Die rechtliche Bewertung Ihrer Pflichten bleibt bei Ihnen oder Ihrer Rechtsberatung. COD ersetzt keine Rechtsberatung.

Müssen wir Daten in die Cloud geben?

Nein. COD ist vollständig on-premise betreibbar und KRITIS-tauglich. Compliance-Daten liegen in einer eigenen PostgreSQL-Datenbank unter Ihrer vollen Kontrolle.

Warum „auf lebenden Daten“?

Das GRC-Modul arbeitet auf denselben Assets, die COD-Network automatisch erkennt und pflegt. Ihre Risikobewertung bezieht sich auf das konkrete Asset inkl. Live-Status, nicht auf eine veraltete Liste.

Preise

Sind die genannten Preise verbindlich?

Es handelt sich um unverbindliche UVP-Richtwerte (netto, EUR/Monat sofern nicht anders angegeben). Ihr finaler Preis hängt von Seat-Anzahl, Hosting-Modell, Asset-Größe und Service-Level ab. COD wird über Partner vertrieben, Ihr Angebot erstellt deshalb ein Partner und der kalkuliert seinen Preis selbst.

Was kostet COD im Minimum?

Den Einstieg bilden mindestens 2 Seats à 47,50 € plus eine Tenant Fee ab 8 € (Self Hosted). VAS und Service-Pakete kommen je nach Bedarf hinzu.

Bekomme ich einen Rabatt bei längerer Laufzeit?

Ja. Auf Seats gibt es bei 36 Monaten Vertragslaufzeit 10 % Laufzeitrabatt. Für COD-VAS gibt es bei Mandanten mit mehr als 25.000 Assets keine Preisempfehlung. Der Preis wird dann im Einzelfall vereinbart.

Live-Demo

Findet die Demo in unserer eigenen Umgebung statt?

Auf Wunsch ja. Wir zeigen COD praxisnah an Szenarien aus Ihrer Umgebung oder anhand einer vorbereiteten Beispielumgebung, ganz wie es für Sie passt.

Ist die Demo unverbindlich?

Ja. Die Live-Demo ist kostenfrei und ohne jede Verpflichtung, ohne Vertriebsdruck.

Welche Module können wir uns ansehen?

Alle, die Sie interessieren: von Netzwerk & Assets über NAC, Firewall & VPN, GRC und Monitoring bis Schwachstellen-Management und Backup. Den Schwerpunkt legen Sie fest.

Netzwerk & Zugang


Monitoring

Wie schnell erkennt COD einen Ausfall?

Das hängt vom Prüfintervall ab, das Sie je Mandant über einen Cron konfigurieren. So stellen Sie die Prüffrequenz passend zu jedem Kunden und Standort ein.

Werde ich bei einem Ausfall mit Alarm-Mails überflutet?

Nein. Das Throttling pro Firewall verhindert wiederholte Alarme zum selben Problem, und geplante Wartungen terminieren Sie zentral im Kalender, dann schlägt das Monitoring nicht grundlos an.

Brauche ich ein zusätzliches Monitoring-System?

Das Monitoring ist als Modul direkt in COD integriert und nutzt denselben Datenbestand wie Ihr Netzwerk-Inventar. Bestehende Systeme wie Zabbix lassen sich über Integrationen anbinden.

Network Access Control (NAC)

Technischer Steckbrief
  • Typ: COD-eigene, herstellerunabhängige NAC-Lösung auf RADIUS-Basis
  • Authentifizierung: 802.1X (EAP mit Zertifikaten), MAC-Authentifizierung
  • Zugriffssteuerung: dynamische VLAN-Zuweisung (Tunnel-Private-Group-Id, Cisco-AVPair, Egress-VLANID), Client-Gruppen mit Prioritäten
  • PKI: integrierte Zertifikatsverwaltung für 802.1X (CA-/Leaf-Zertifikate, CRL, PKCS#12-Export)
  • NAS-Verwaltung: Switches/Access Points mit Shared Secret
  • Protokollierung: Authentifizierungs- und Accounting-Logs (Erfolg/Fehler, Sitzungen), Verbindungsstatistiken
  • Import: CSV-Massenimport (MACs, VLANs, Gruppen) mit Validierung und Konflikterkennung
Was ist COD-NAC?

Eine COD-eigene, herstellerunabhängige Lösung für Network Access Control auf RADIUS-Basis. Sie steuert und protokolliert den Netzzugang zentral im COD.

Muss ich meine Switch-Hardware tauschen?

In der Regel nicht. COD-NAC ist multi-vendor-fähig und arbeitet mit vorhandener, 802.1X- bzw. MAC-fähiger Infrastruktur.

Welche Authentifizierungsverfahren werden unterstützt?

802.1X (EAP, mit Zertifikaten) sowie MAC-Authentifizierung.

Wie werden Geräte einem VLAN zugewiesen?

Dynamisch über RADIUS-Attribute. Über Client-Gruppen mit Prioritäten lassen sich Regeln bündeln. Ein Gerät lässt sich jedem angelegten VLAN zuweisen, auch einem eigenen Quarantäne- oder Gäste-VLAN. Ob ein Gerät konform ist, prüft COD-NAC nicht.

Kann ich Geräte in großer Zahl importieren?

Ja. Der CSV-Massenimport übernimmt MAC-Adressen, VLAN-Zuweisungen und Gruppen inklusive Validierung und Konflikterkennung.

Woher bekomme ich Zertifikate für 802.1X?

Aus der integrierten PKI: Erstellung von CA- und Leaf-Zertifikaten, CRL-Verwaltung und PKCS#12-Export zur Verteilung an Clients.

Kann ich eine bestehende Windows-CA weiterverwenden?

COD bindet keine bestehende Windows-CA an. Für 802.1X bringt COD eine eigene Zertifizierungsstelle mit.

Kann ich PacketFence weiter nutzen?

COD bindet PacketFence nicht an. Die Netzzugangskontrolle in COD arbeitet mit FreeRADIUS.

Wie sehe ich, wer wann verbunden war?

Über Authentifizierungs- und Accounting-Logs sowie Verbindungsstatistiken je Client.

Captive-Portal

Muss die IT jeden Gastzugang anlegen?

Nein. Dank rollenbasierter Delegation übernimmt der Empfang oder nicht-technisches Personal die Gastverwaltung selbst, ohne Admin-Rechte und ohne IT-Ticket.

Was passiert mit abgelaufenen Zugängen?

Sie werden automatisch deaktiviert und entfernt. Vergessene Alt-Accounts und dauerhaft gültige Passwörter gehören damit der Vergangenheit an.

Wie sicher sind die Zugangsdaten?

Es sind zeitlich begrenzte Gutscheine statt dauerhafter Passwörter. COD erzeugt sie für das Captive Portal Ihrer Firewall von OPNsense oder AIMdefense, mit Gültigkeit und Ablauf, als QR-Code oder druckbares PDF. Abgelaufene Gutscheine werden gelöscht. Niemand tippt mehr ein Passwort vom Whiteboard ab.

TACACS+ (Geräte-Administration)

Technischer Steckbrief
  • Typ: TACACS+ AAA-Server für die Administration von Netzwerkgeräten (Authentifizierung + Autorisierung)
  • Protokoll: TACACS+ (Port 49), RFC 8907. Für Switches, Router, Firewalls, Access-Server
  • Autorisierung: PERMIT/DENY-Regeln, musterbasierte Kommando-Autorisierung, Privilege-Level 1–15
  • RBAC: Rollen verknüpfen Benutzergruppe ↔ Gerätegruppe ↔ Autorisierungsregel (pro Gerät unterschiedliche Rechte)
  • Krypto: Argon2id (Passwörter), AES-256-GCM (sensible Felder)
  • Verwaltung: REST-API, getrennt vom Server-Daemon
  • Betrieb: PostgreSQL, Python
Welche Geräte werden unterstützt?

Jeder TACACS+-Client nach RFC 8907, etwa Switches, Router und Firewalls. Die Lösung ist nicht herstellerspezifisch.

Kann ein Nutzer auf verschiedenen Geräten unterschiedliche Rechte haben?

Ja. Über Rollen (Benutzergruppe × Gerätegruppe × Regel) lassen sich Rechte je Gerätegruppe fein zuordnen.

Kann ich einzelne Kommandos einschränken?

Ja. Die Kommando-Autorisierung arbeitet musterbasiert.

Wie werden Passwörter gespeichert?

Als Argon2id-Hash, nicht umkehrbar.

Wofür dient das Management-API?

Für die Verwaltung von Nutzern, Clients, Gruppen und Regeln, getrennt vom eigentlichen Server-Daemon.

Welche Privilege-Level gibt es?

Level 1 bis 15, je Nutzer konfigurierbar.

Wie deaktiviere ich eine Regel oder einen Nutzer?

Über ein enabled-Kennzeichen. Deaktivierte Einträge werden bei der Prüfung übersprungen.

Switch-Automatisierung

Technischer Steckbrief
  • Typ: Automatisierte Switch-Konfiguration über Ansible
  • Hersteller: Allied Telesis (AWPlus), Cisco IOS, Ruijie (CLI-Fallback)
  • Profile: PORT (Interface), AUTH (802.1X/AAA), VLAN (anlegen/löschen), PORT_ACTION (Kabeltest, Port-Neustart)
  • Sicherheit: Zugangsdaten verschlüsselt im Vault. Automatisches Konfig-Backup vor jeder Änderung, selektiver Restore
  • Transport: SSH (libssh/paramiko), Legacy-Algorithmen für ältere Geräte
  • Ausführung: asynchron mit Task-/Ergebnis-Protokollierung
Welche Switch-Hersteller werden unterstützt?

Allied Telesis, Cisco IOS und Ruijie (über CLI-Fallback).

Muss ich bei jeder Änderung Zugangsdaten eingeben?

Nein. Nach dem ersten Rollout werden die Zugangsdaten verschlüsselt im Vault hinterlegt und wiederverwendet.

Was passiert vor einer Konfigurationsänderung?

Es wird automatisch ein Backup der aktuellen Konfiguration erstellt. Ein Restore auf einen früheren Stand ist möglich.

Kann ich VLANs und Ports zentral ausrollen?

Ja, über Profile (PORT, AUTH, VLAN) direkt aus dem COD.

Funktionieren auch ältere Switches mit alten SSH-Algorithmen?

Ja. Legacy-Algorithmen (Hostkey, Key-Exchange, Cipher) werden unterstützt. Bei Bedarf wird auf paramiko zurückgegriffen.

Bedeutet ein Port-Neustart einen Geräteneustart?

Nein. Es wird nur das einzelne Interface neu gesetzt (shutdown/no shutdown). Das Gerät bleibt in Betrieb.

Kann ich denselben Switch gleichzeitig aus mehreren Quellen ändern?

Es gibt keine Sperre. Anfragen werden sequenziell abgearbeitet. Parallele manuelle CLI-Änderungen sollten währenddessen vermieden werden.

Sicherheit & Identität


Schwachstellen (VAS)

Ersetzt VAS meinen bestehenden Schwachstellen-Scanner?

COD-VAS ist ein optionales Add-on und befindet sich derzeit in Vorbereitung. Vorgesehen ist, Scans, Severity-Verteilung, Remediation-Status und Trends in einen gemeinsamen, mandantenfähigen Kontext auf der lebenden Asset-Basis von COD zu bringen. Befunde sollen damit priorisiert und nachverfolgbar werden, statt nur als Liste zu erscheinen.

Was bedeutet „risikobasierte Priorisierung“ konkret?

Vorgesehen ist, Befunde nach Schweregrad aufzuschlüsseln und so aufzubereiten, dass Sie sofort erkennen, wo akuter Handlungsbedarf besteht. Sie sollen am Risiko arbeiten, nicht an der Listenlänge.

Läuft das Modul on-premise?

COD-VAS ist ein Add-on zur COD-Plattform und befindet sich in Vorbereitung. Wie es betrieben wird, beschreiben wir, sobald es bestellbar ist.

OTP-Authentifizierung

Technischer Steckbrief
  • Typ: COD-eigene, zentrale OTP-Verwaltung
  • Standard: TOTP (RFC 6238), SHA-1/256/512, 6–8 Stellen, 30-Sekunden-Intervall
  • Bereitstellung: QR-Code oder manuelle Eingabe. Kompatibel mit gängigen Authenticator-Apps (Google, Microsoft, Authy)
  • Teilen: private (nutzergebundene) oder öffentliche Tokens. Gruppen-Delegation für Teams
  • Isolierung: standortbezogen (je Mandant getrennt)
  • Integration: Zuordnung der Token zu Assets. Nutzbar auch für Benutzer aus dem Active Directory. Der zweite Faktor der COD-Anmeldung ist davon getrennt
Was leistet das OTP-Modul?

Es ist der gemeinsame Speicher für zeitbasierte Einmalpasswörter (TOTP), mit denen sich Ihr Team an fremden Systemen anmeldet, etwa an Herstellerportalen oder Gerätezugängen. So liegen die Codes nicht mehr auf dem Handy einer einzelnen Person. Der zweite Faktor der COD-Anmeldung ist ein getrenntes System.

Funktioniert es mit Google Authenticator & Co.?

Ja. Es erzeugt Standard-otpauth://-Codes und arbeitet mit jeder RFC-6238-kompatiblen App.

Können Teams Tokens gemeinsam nutzen?

Ja. Über Gruppen lassen sich Tokens teamweit freigeben. Private Tokens bleiben an einzelne Nutzer gebunden.

Was, wenn ein Nutzer sein Smartphone verliert?

Die Codes im OTP-Modul liegen zentral in COD, nicht auf dem Smartphone. Für den zweiten Faktor der COD-Anmeldung gibt es Wiederherstellungscodes, und ein Administrator kann den Faktor zurücksetzen.

Wer sieht welche Tokens?

Private Tokens nur der jeweilige Eigentümer. Öffentliche bzw. Gruppen-Tokens sehen die Mitglieder der Gruppe sowie Administratoren.

Sind Tokens je Standort getrennt?

Ja. Alle Tokens und Gruppen sind je Standort isoliert.

Wie ist der Zugriff abgesichert?

Über die rollenbasierte Zugriffssteuerung des COD und die Standort-Isolierung. Die Ablage erfolgt in der abgesicherten Datenbank.

Wozu dient OTP innerhalb des COD?

Als gemeinsamer Speicher für die Einmalpasswörter fremder Systeme. Die Mehr-Faktor-Anmeldung an COD selbst ist ein eigenes System der Benutzerverwaltung.

codPass

Kann ich codPass schon heute produktiv nutzen?

Ja. codPass ist eigenständig betreibbar und läuft vollständig unabhängig als dedizierter Passwort- und Secrets-Manager. Es ist nicht Bestandteil von COD. Der in COD integrierte Tresor ist Stronghold.

Gibt es ein Browser-Plugin für codPass?

Nein. codPass bietet aktuell keine Browser-Plugins. Die Verwaltung von Passwörtern, Secrets und OTP erfolgt direkt in der Anwendung.

Warum Open Source bei einem Passwort-Manager?

Weil Offenheit Vertrauen schafft: Der Quellcode und die Sicherheitsmechanismen sind transparent und nachvollziehbar. Bei einem Secrets-Manager ist das ein Sicherheits- und Qualitätsmerkmal, kein Beiwerk.

Stronghold: Passwort-Tresor (verfügbar mit COD 3.6)

Status

Verfügbar. Stronghold ist seit COD 3.6 Bestandteil der Plattform, mit Zero-Knowledge-Verschlüsselung, Team-Tresoren und Browser-Extension für Chrome und Firefox.

Technischer Steckbrief
  • Typ: Zero-Knowledge-Tresor für Passwörter und Secrets (Ende-zu-Ende-verschlüsselt)
  • Prinzip: Der Server speichert ausschließlich Chiffrat. Klartext, Master-Passwort und private Schlüssel liegen nie auf dem Server.
  • Tresore: je Nutzer ein persönlicher Tresor, zusätzlich geteilte Team-Tresore (Rollen: OWNER/MEMBER)
  • Teilen: einzelne Einträge nutzerübergreifend, mit READ/WRITE-Recht und Ablaufdatum
  • Wiederherstellung: einmaliger Recovery-Code bei der Einrichtung
  • Krypto: Argon2id (Schlüsselableitung), X25519 Sealed-Box (Schlüssel-Wrapping), AES-GCM (Einträge), HKDF
  • Anmeldung: JWT (ES384) über den COD-Login, Prüfung per JWKS
  • Betrieb: PostgreSQL, nur über den COD-Proxy erreichbar, Ratenbegrenzung, Protokoll
Können extocode oder Administratoren meine Passwörter einsehen?

Nein. Der Server hält ausschließlich verschlüsselte Daten. Ohne Ihr Master-Passwort, das nur clientseitig existiert, sind diese auch bei einem vollständigen Datenbankauszug wertlos.

Was passiert, wenn ich mein Master-Passwort vergesse?

Bei der Einrichtung erhalten Sie einen einmaligen Recovery-Code. Damit lässt sich der Zugriff auf Ihren Schlüssel wiederherstellen und ein neues Master-Passwort setzen.

Kann ich Passwörter mit Kolleginnen und Kollegen teilen?

Ja. Entweder über einen geteilten Tresor oder über die Freigabe einzelner Einträge (mit Recht und Ablaufdatum). Beides erfolgt Public-Key-verschlüsselt.

Was geschieht, wenn ich einem Mitglied den Zugriff entziehe?

Der Tresor-Schlüssel wird für die verbleibenden Mitglieder neu vergeben. Das entzogene Mitglied verliert den Zugriff auf künftige Inhalte.

Ist der Name eines Tresors sichtbar?

Nein. Der Tresorname ist verschlüsselt. Lediglich das Icon ist im Klartext gespeichert.

Schützt der Recovery-Code auch vor Datenverlust?

Der Recovery-Code stellt den Zugriff auf Ihren Schlüssel wieder her (z. B. bei vergessenem Master-Passwort). Gegen einen serverseitigen Datenverlust schützt das reguläre Backup des COD.

Wie erfolgt die Anmeldung?

Über den COD-Login (JWT, ES384, per JWKS geprüft). Der Tresor ist ausschließlich über den COD-Proxy erreichbar.

Betrieb & Resilienz


Backup & Disaster Recovery

Technischer Steckbrief
  • Typ: COD-eigene, herstellerunabhängige Backup-Lösung
  • Zielsysteme: alle per SSH erreichbaren Geräte (Switches, Firewalls, Server) sowie MariaDB-/MySQL-Datenbanken
  • Methoden: SSH-Befehl, SFTP-Datei/-Ordner, MariaDB-Dump
  • Zeitplanung: cron je Host oder Vorlage
  • Verschlüsselung: optional je Host/Vorlage, für lokal abgelegte Sicherungen außer Ordner-Backups
  • Aufbewahrung: nach Anzahl oder Alter (Tage), automatische Bereinigung
  • Vergleich: Diff-Ansicht zweier Sicherungsstände
  • Ablage: lokal, optional Auslagerung auf einen SCP-Server (die lokale Kopie wird dann gelöscht)
  • Weiteres: Jump-Host/Bastion, Vor-Backup-Skripte, Fehlermails als Betriebshilfe, Speicherplatz-Überwachung, Seriennummernprüfung
Was sichert COD-Backup?

Konfigurationen aller per SSH erreichbaren Geräte sowie MariaDB-/MySQL-Datenbanken. Die Lösung ist herstellerunabhängig und über OS-Vorlagen erweiterbar.

Wie oft können Backups laufen?

Frei konfigurierbar per cron, je Host oder je Vorlage, z. B. stündlich, täglich oder wöchentlich.

Sind die Backups verschlüsselt?

Optional. Die Verschlüsselung lässt sich je Host oder Vorlage einschalten. Sie gilt für die Sicherungen, die COD-Backup lokal ablegt. Ordner-Backups sind ausgenommen.

Wie lange werden Backups aufbewahrt?

Konfigurierbar nach Anzahl oder Alter in Tagen. Ist das Limit erreicht, werden die ältesten Stände automatisch gelöscht.

Kann ich zwei Sicherungsstände vergleichen?

Ja. Eine Diff-Ansicht zeigt die Änderungen zwischen zwei Versionen zeilenweise.

Was passiert, wenn ein Backup fehlschlägt?

Der Host steht danach im Status ERROR, der Fehler ist in der Übersicht sichtbar. Ist der Mailversand eingeschaltet, verschickt der Backup-Dienst zusätzlich eine Fehlermail. Sie ist eine Betriebshilfe. Eine aktive Alarmierung sagen wir nicht zu.

Kann ich Backups auf ein externes System auslagern?

Ja. Optional überträgt COD-Backup Sicherungen aus SSH-Befehl und SFTP nach jedem erfolgreichen Lauf auf einen SCP-Server und löscht die lokale Kopie. Die Aufbewahrungsregel greift dann auf dem SCP-Server.

Erreicht COD-Backup auch Geräte hinter einem Bastion-Host?

Ja, über einen Jump-Host-Tunnel.

Wie stelle ich ein Backup wieder her?

Sicherungen sind über die Oberfläche herunterladbar. Die Rückspielung auf das Gerät erfolgt manuell mit den üblichen Werkzeugen.

Hypervisor-Verwaltung (virtuelle Switches)

Technischer Steckbrief
  • Typ: Verwaltung virtueller Switches (kein VM- oder Host-Management)
  • Plattform: VMware vCenter / ESXi
  • Objekte: Standard-vSwitches und Portgruppen mit VLAN-ID. NIC-Zuordnung und Sicherheitseinstellungen werden angezeigt
  • Funktionen: Inventar auslesen (Datacenter → Cluster → Host → vSwitch → Portgruppe), vSwitch anlegen, Portgruppe anlegen/ändern/löschen
  • Dry-Run: Änderungen an Portgruppen vorab simulieren (Ansicht Port Groups)
  • Multi-Host: Operationen über mehrere Hosts, Ergebnis je Host
  • Schnittstelle: REST-API, Anmeldung über vCenter-Konto
Was verwaltet dieses Modul?

Virtuelle Switches und Portgruppen auf VMware. Es steuert bewusst nicht den Lebenszyklus von VMs oder Hosts.

Welche Hypervisor werden unterstützt?

VMware vCenter und ESXi (über die VMware-API pyVmomi). Andere Plattformen wie Hyper-V oder KVM werden nicht unterstützt.

Wird VLAN-Tagging unterstützt?

Ja. Jede Portgruppe erhält eine VLAN-ID. Neue Portgruppen legt COD mit einer VLAN-ID von 1 bis 4095 an. Im Inventar steht 0 für Untagged und 4095 für Trunk all.

Kann ich Änderungen vorab testen?

In der Ansicht Port Groups ja. Dort lässt sich jede Änderung an den Hosts vorab als Dry Run simulieren, ohne Eingriff. Der Assistent unter Structure, mit dem Sie neue vSwitches und Portgruppen anlegen, hat keinen Dry Run und schreibt sofort auf die Hosts.

Wird NIC-Teaming unterstützt?

COD zeigt aktive, Standby- und ungenutzte NICs je vSwitch im Inventar. Beim Anlegen eines vSwitch wählen Sie je Host die physischen NICs als Uplink. Lastverteilung und Sicherheitsrichtlinien stellen Sie weiter in vSphere ein.

Wie melde ich mich an?

Mit vCenter-Zugangsdaten (Host, Benutzer, Passwort) im jeweiligen Aufruf.

Kann ich mehrere Hosts gleichzeitig ändern?

Ja. Operationen akzeptieren eine Host-Liste. Das Ergebnis weist Erfolg bzw. Fehler je Host aus.

Wozu dient das Inventar?

Es liefert den kompletten vCenter-Objektbaum als Lesezugriff, etwa für Dashboard-Ansichten oder Dokumentation.

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