Allgemein & Plattform
COD: Allgemeine Fragen
Das COD ist eine herstellerunabhängige Plattform, die Ihre IT-Infrastruktur an einer Stelle bündelt, als „Single Source of Truth". Statt Insellösungen abzulösen, bindet das COD bestehende Systeme an und zentralisiert deren Steuerung, Dokumentation und Auswertung.
Für IT-Abteilungen und Dienstleister, die heterogene, über mehrere Standorte verteilte Infrastrukturen betreiben und Betrieb, Dokumentation und Compliance an einem Ort zusammenführen möchten.
Das COD kombiniert eigene Lösungen mit Anbindungen. Funktionen wie NAC, Backup, OTP, GRC oder die Verwaltung virtueller Switches liefern wir als eigenständige, herstellerunabhängige Lösungen mit. Bestehende Drittsysteme wie Verzeichnisdienste, Monitoring, Ihre CMDB/Asset-Verwaltung oder Firewalls bleiben erhalten und werden angebunden. Sie behalten Ihre gewohnten Mechanismen und gewinnen zentrale Transparenz und Automatisierung.
Alle Module der Plattform sind standardmäßig aktiv und bereits im Lieferumfang installiert. Dazu kommt das Schwachstellen-Management COD-VAS. Es ist ein gesondert zu bestellendes Add-on und befindet sich derzeit in Vorbereitung.
Als eigenständige, herstellerunabhängige Lösungen liefern wir mit: Network Access Control (NAC), Backup/Disaster-Recovery, OTP-Authentifizierung, GRC (inkl. NIS2-Unterstützung), Hypervisor-Verwaltung (für virtuelle Switches) sowie Netzwerk-Dokumentation und -Visualisierung (L2/L3-Topologie) inkl. Firewall- und Report-Verwaltung.
Über Anbindungen integrieren wir zudem bestehende Drittsysteme: Verzeichnisdienste, Monitoring, und Ihre CMDB/Asset-Verwaltung.
COD gibt es in drei Betriebsarten. Self Hosted läuft in Ihrer eigenen Infrastruktur oder in der Ihres Partners. Seit Version 3.7.0 wird es als Paket für Ubuntu Server installiert und aktualisiert. Ihre Betriebsdaten bleiben dann bei Ihnen oder Ihrem Partner. Shared Hosted und Private Hosted sind Instanzen, die extocode für Sie betreibt. Die Betriebsarten stehen auch auf der Seite Preise.
Bei Self Hosted läuft COD in Ihrer eigenen Umgebung, die Daten bleiben unter Ihrer Kontrolle. Bei Shared Hosted und Private Hosted betreibt extocode die Instanz für Sie und verarbeitet die Daten in Ihrem Auftrag. Zugriffe sind rollenbasiert geregelt. Mandanten und Standorte sind logisch und in den Zugriffsrechten voneinander getrennt.
Über eine rollenbasierte Zugriffssteuerung (RBAC). Rechte werden je Modul, Rolle und Standort feingranular vergeben. Für die Anmeldung lassen sich bestehende Verzeichnisdienste per LDAP/Active Directory anbinden. Lokale Konten sind ebenfalls möglich.
Ja. Das COD ist mandanten- und mehrstandortfähig. Daten und Berechtigungen sind je Standort voneinander getrennt. Nutzer können zwischen berechtigten Standorten wechseln.
Das GRC-Modul digitalisiert Risikomatrix, Asset-bezogenes Risikomanagement sowie Richtlinien- und Gefährdungskataloge. In Verbindung mit dem zentralen Asset- und Abhängigkeits-Kontext unterstützt das COD die Nachweis- und Dokumentationspflichten im Rahmen von NIS2.
Das COD ist multi-vendor-fähig. Im Netzwerk-Management werden u. a. Cisco, HPE, Allied Telesis, Ruijie und MikroTik unterstützt. Firewalls lassen sich über OPNsense, pfSense, DynFi und AIMdefense verwalten. Ergänzend binden wir Verzeichnisdienste (LDAP/Active Directory), Monitoring, und Ihre CMDB/Asset-Verwaltung an. Ziel ist der Betrieb mit Ihrer vorhandenen, heterogenen Infrastruktur.
Sicherheit ist grundlegend umgesetzt: rollenbasierte Zugriffe, Anmeldung mit zweitem Faktor (TOTP mit Wiederherstellungscodes), verschlüsselte Ablage sensibler Daten und ein feldgenaues Audit-Protokoll im GRC-Modul. Ein gemeinsames Protokoll für die übrigen Module ist im Aufbau. Mandanten und Standorte sind logisch und in den Zugriffsrechten voneinander getrennt. Bei Self Hosted bleiben Daten und Zugriffe in Ihrer Umgebung.
Alle Module der Plattform sind in den Preisen für Seats und Tenant Fee enthalten. Eine separate Lizenzierung einzelner Module entfällt. Gesondert bestellt wird allein das Add-on COD-VAS für das Schwachstellen-Management. COD wird über Partner vertrieben, Ihr Angebot erstellt deshalb ein Partner. Sagen Sie uns Ihren Bedarf über das Kontaktformular, wir bringen Sie mit dem passenden Partner zusammen.
Funktionsübersicht
Sie deckt die zentralen, aktuell ausgelieferten Funktionen ab, modulweise auf eine Beschreibung je Feature verdichtet. Den vollständigen, technisch detaillierten Stand pflegen wir laufend weiter. Fragen Sie für ein konkretes Vorhaben einfach nach.
Ja. Alle Module sind Teil der Plattform. Gesondert bestellt wird allein das Add-on COD-VAS.
Ja. COD läuft in Ihrer Umgebung, Sie behalten die volle Datenhoheit, passend für KRITIS- und NIS2-Anforderungen.
Integrationen
Nein. COD spricht über Integrationen mit Ihren bestehenden Systemen und führt deren Daten zusammen, statt sie zu ersetzen.
Nein. codPass ist ein eigenständiges Produkt und nicht Bestandteil von COD. Der in COD integrierte Tresor ist Stronghold. Browser-Plugins sind nicht Teil von codPass.
NIS2 & Compliance
COD macht Ihre Vorbereitung auf die NIS2-Anforderungen nachweisbar: mit Asset-Transparenz, asset-basiertem Risikomanagement und nachvollziehbaren Belegen. Eine Aussage über Ihre Konformität ist damit nicht verbunden. Ob Sie konform sind, hängt von Ihren Maßnahmen ab. Die rechtliche Bewertung Ihrer Pflichten bleibt bei Ihnen oder Ihrer Rechtsberatung. COD ersetzt keine Rechtsberatung.
Nein. COD ist vollständig on-premise betreibbar und KRITIS-tauglich. Compliance-Daten liegen in einer eigenen PostgreSQL-Datenbank unter Ihrer vollen Kontrolle.
Das GRC-Modul arbeitet auf denselben Assets, die COD-Network automatisch erkennt und pflegt. Ihre Risikobewertung bezieht sich auf das konkrete Asset inkl. Live-Status, nicht auf eine veraltete Liste.
Preise
Es handelt sich um unverbindliche UVP-Richtwerte (netto, EUR/Monat sofern nicht anders angegeben). Ihr finaler Preis hängt von Seat-Anzahl, Hosting-Modell, Asset-Größe und Service-Level ab. COD wird über Partner vertrieben, Ihr Angebot erstellt deshalb ein Partner und der kalkuliert seinen Preis selbst.
Den Einstieg bilden mindestens 2 Seats à 47,50 € plus eine Tenant Fee ab 8 € (Self Hosted). VAS und Service-Pakete kommen je nach Bedarf hinzu.
Ja. Auf Seats gibt es bei 36 Monaten Vertragslaufzeit 10 % Laufzeitrabatt. Für COD-VAS gibt es bei Mandanten mit mehr als 25.000 Assets keine Preisempfehlung. Der Preis wird dann im Einzelfall vereinbart.
Live-Demo
Auf Wunsch ja. Wir zeigen COD praxisnah an Szenarien aus Ihrer Umgebung oder anhand einer vorbereiteten Beispielumgebung, ganz wie es für Sie passt.
Ja. Die Live-Demo ist kostenfrei und ohne jede Verpflichtung, ohne Vertriebsdruck.
Alle, die Sie interessieren: von Netzwerk & Assets über NAC, Firewall & VPN, GRC und Monitoring bis Schwachstellen-Management und Backup. Den Schwerpunkt legen Sie fest.
Netzwerk & Zugang
Monitoring
Das hängt vom Prüfintervall ab, das Sie je Mandant über einen Cron konfigurieren. So stellen Sie die Prüffrequenz passend zu jedem Kunden und Standort ein.
Nein. Das Throttling pro Firewall verhindert wiederholte Alarme zum selben Problem, und geplante Wartungen terminieren Sie zentral im Kalender, dann schlägt das Monitoring nicht grundlos an.
Das Monitoring ist als Modul direkt in COD integriert und nutzt denselben Datenbestand wie Ihr Netzwerk-Inventar. Bestehende Systeme wie Zabbix lassen sich über Integrationen anbinden.
Network Access Control (NAC)
- Typ: COD-eigene, herstellerunabhängige NAC-Lösung auf RADIUS-Basis
- Authentifizierung: 802.1X (EAP mit Zertifikaten), MAC-Authentifizierung
- Zugriffssteuerung: dynamische VLAN-Zuweisung (Tunnel-Private-Group-Id, Cisco-AVPair, Egress-VLANID), Client-Gruppen mit Prioritäten
- PKI: integrierte Zertifikatsverwaltung für 802.1X (CA-/Leaf-Zertifikate, CRL, PKCS#12-Export)
- NAS-Verwaltung: Switches/Access Points mit Shared Secret
- Protokollierung: Authentifizierungs- und Accounting-Logs (Erfolg/Fehler, Sitzungen), Verbindungsstatistiken
- Import: CSV-Massenimport (MACs, VLANs, Gruppen) mit Validierung und Konflikterkennung
Eine COD-eigene, herstellerunabhängige Lösung für Network Access Control auf RADIUS-Basis. Sie steuert und protokolliert den Netzzugang zentral im COD.
In der Regel nicht. COD-NAC ist multi-vendor-fähig und arbeitet mit vorhandener, 802.1X- bzw. MAC-fähiger Infrastruktur.
802.1X (EAP, mit Zertifikaten) sowie MAC-Authentifizierung.
Dynamisch über RADIUS-Attribute. Über Client-Gruppen mit Prioritäten lassen sich Regeln bündeln. Ein Gerät lässt sich jedem angelegten VLAN zuweisen, auch einem eigenen Quarantäne- oder Gäste-VLAN. Ob ein Gerät konform ist, prüft COD-NAC nicht.
Ja. Der CSV-Massenimport übernimmt MAC-Adressen, VLAN-Zuweisungen und Gruppen inklusive Validierung und Konflikterkennung.
Aus der integrierten PKI: Erstellung von CA- und Leaf-Zertifikaten, CRL-Verwaltung und PKCS#12-Export zur Verteilung an Clients.
COD bindet keine bestehende Windows-CA an. Für 802.1X bringt COD eine eigene Zertifizierungsstelle mit.
COD bindet PacketFence nicht an. Die Netzzugangskontrolle in COD arbeitet mit FreeRADIUS.
Über Authentifizierungs- und Accounting-Logs sowie Verbindungsstatistiken je Client.
Captive-Portal
Nein. Dank rollenbasierter Delegation übernimmt der Empfang oder nicht-technisches Personal die Gastverwaltung selbst, ohne Admin-Rechte und ohne IT-Ticket.
Sie werden automatisch deaktiviert und entfernt. Vergessene Alt-Accounts und dauerhaft gültige Passwörter gehören damit der Vergangenheit an.
Es sind zeitlich begrenzte Gutscheine statt dauerhafter Passwörter. COD erzeugt sie für das Captive Portal Ihrer Firewall von OPNsense oder AIMdefense, mit Gültigkeit und Ablauf, als QR-Code oder druckbares PDF. Abgelaufene Gutscheine werden gelöscht. Niemand tippt mehr ein Passwort vom Whiteboard ab.
TACACS+ (Geräte-Administration)
- Typ: TACACS+ AAA-Server für die Administration von Netzwerkgeräten (Authentifizierung + Autorisierung)
- Protokoll: TACACS+ (Port 49), RFC 8907. Für Switches, Router, Firewalls, Access-Server
- Autorisierung: PERMIT/DENY-Regeln, musterbasierte Kommando-Autorisierung, Privilege-Level 1–15
- RBAC: Rollen verknüpfen Benutzergruppe ↔ Gerätegruppe ↔ Autorisierungsregel (pro Gerät unterschiedliche Rechte)
- Krypto: Argon2id (Passwörter), AES-256-GCM (sensible Felder)
- Verwaltung: REST-API, getrennt vom Server-Daemon
- Betrieb: PostgreSQL, Python
Jeder TACACS+-Client nach RFC 8907, etwa Switches, Router und Firewalls. Die Lösung ist nicht herstellerspezifisch.
Ja. Über Rollen (Benutzergruppe × Gerätegruppe × Regel) lassen sich Rechte je Gerätegruppe fein zuordnen.
Ja. Die Kommando-Autorisierung arbeitet musterbasiert.
Als Argon2id-Hash, nicht umkehrbar.
Für die Verwaltung von Nutzern, Clients, Gruppen und Regeln, getrennt vom eigentlichen Server-Daemon.
Level 1 bis 15, je Nutzer konfigurierbar.
Über ein enabled-Kennzeichen. Deaktivierte Einträge werden bei der Prüfung übersprungen.
Switch-Automatisierung
- Typ: Automatisierte Switch-Konfiguration über Ansible
- Hersteller: Allied Telesis (AWPlus), Cisco IOS, Ruijie (CLI-Fallback)
- Profile: PORT (Interface), AUTH (802.1X/AAA), VLAN (anlegen/löschen), PORT_ACTION (Kabeltest, Port-Neustart)
- Sicherheit: Zugangsdaten verschlüsselt im Vault. Automatisches Konfig-Backup vor jeder Änderung, selektiver Restore
- Transport: SSH (libssh/paramiko), Legacy-Algorithmen für ältere Geräte
- Ausführung: asynchron mit Task-/Ergebnis-Protokollierung
Allied Telesis, Cisco IOS und Ruijie (über CLI-Fallback).
Nein. Nach dem ersten Rollout werden die Zugangsdaten verschlüsselt im Vault hinterlegt und wiederverwendet.
Es wird automatisch ein Backup der aktuellen Konfiguration erstellt. Ein Restore auf einen früheren Stand ist möglich.
Ja, über Profile (PORT, AUTH, VLAN) direkt aus dem COD.
Ja. Legacy-Algorithmen (Hostkey, Key-Exchange, Cipher) werden unterstützt. Bei Bedarf wird auf paramiko zurückgegriffen.
Nein. Es wird nur das einzelne Interface neu gesetzt (shutdown/no shutdown). Das Gerät bleibt in Betrieb.
Es gibt keine Sperre. Anfragen werden sequenziell abgearbeitet. Parallele manuelle CLI-Änderungen sollten währenddessen vermieden werden.
Sicherheit & Identität
Schwachstellen (VAS)
COD-VAS ist ein optionales Add-on und befindet sich derzeit in Vorbereitung. Vorgesehen ist, Scans, Severity-Verteilung, Remediation-Status und Trends in einen gemeinsamen, mandantenfähigen Kontext auf der lebenden Asset-Basis von COD zu bringen. Befunde sollen damit priorisiert und nachverfolgbar werden, statt nur als Liste zu erscheinen.
Vorgesehen ist, Befunde nach Schweregrad aufzuschlüsseln und so aufzubereiten, dass Sie sofort erkennen, wo akuter Handlungsbedarf besteht. Sie sollen am Risiko arbeiten, nicht an der Listenlänge.
COD-VAS ist ein Add-on zur COD-Plattform und befindet sich in Vorbereitung. Wie es betrieben wird, beschreiben wir, sobald es bestellbar ist.
OTP-Authentifizierung
- Typ: COD-eigene, zentrale OTP-Verwaltung
- Standard: TOTP (RFC 6238), SHA-1/256/512, 6–8 Stellen, 30-Sekunden-Intervall
- Bereitstellung: QR-Code oder manuelle Eingabe. Kompatibel mit gängigen Authenticator-Apps (Google, Microsoft, Authy)
- Teilen: private (nutzergebundene) oder öffentliche Tokens. Gruppen-Delegation für Teams
- Isolierung: standortbezogen (je Mandant getrennt)
- Integration: Zuordnung der Token zu Assets. Nutzbar auch für Benutzer aus dem Active Directory. Der zweite Faktor der COD-Anmeldung ist davon getrennt
Es ist der gemeinsame Speicher für zeitbasierte Einmalpasswörter (TOTP), mit denen sich Ihr Team an fremden Systemen anmeldet, etwa an Herstellerportalen oder Gerätezugängen. So liegen die Codes nicht mehr auf dem Handy einer einzelnen Person. Der zweite Faktor der COD-Anmeldung ist ein getrenntes System.
Ja. Es erzeugt Standard-otpauth://-Codes und arbeitet mit jeder RFC-6238-kompatiblen App.
Ja. Über Gruppen lassen sich Tokens teamweit freigeben. Private Tokens bleiben an einzelne Nutzer gebunden.
Die Codes im OTP-Modul liegen zentral in COD, nicht auf dem Smartphone. Für den zweiten Faktor der COD-Anmeldung gibt es Wiederherstellungscodes, und ein Administrator kann den Faktor zurücksetzen.
Private Tokens nur der jeweilige Eigentümer. Öffentliche bzw. Gruppen-Tokens sehen die Mitglieder der Gruppe sowie Administratoren.
Ja. Alle Tokens und Gruppen sind je Standort isoliert.
Über die rollenbasierte Zugriffssteuerung des COD und die Standort-Isolierung. Die Ablage erfolgt in der abgesicherten Datenbank.
Als gemeinsamer Speicher für die Einmalpasswörter fremder Systeme. Die Mehr-Faktor-Anmeldung an COD selbst ist ein eigenes System der Benutzerverwaltung.
codPass
Ja. codPass ist eigenständig betreibbar und läuft vollständig unabhängig als dedizierter Passwort- und Secrets-Manager. Es ist nicht Bestandteil von COD. Der in COD integrierte Tresor ist Stronghold.
Nein. codPass bietet aktuell keine Browser-Plugins. Die Verwaltung von Passwörtern, Secrets und OTP erfolgt direkt in der Anwendung.
Weil Offenheit Vertrauen schafft: Der Quellcode und die Sicherheitsmechanismen sind transparent und nachvollziehbar. Bei einem Secrets-Manager ist das ein Sicherheits- und Qualitätsmerkmal, kein Beiwerk.
Stronghold: Passwort-Tresor (verfügbar mit COD 3.6)
Verfügbar. Stronghold ist seit COD 3.6 Bestandteil der Plattform, mit Zero-Knowledge-Verschlüsselung, Team-Tresoren und Browser-Extension für Chrome und Firefox.
- Typ: Zero-Knowledge-Tresor für Passwörter und Secrets (Ende-zu-Ende-verschlüsselt)
- Prinzip: Der Server speichert ausschließlich Chiffrat. Klartext, Master-Passwort und private Schlüssel liegen nie auf dem Server.
- Tresore: je Nutzer ein persönlicher Tresor, zusätzlich geteilte Team-Tresore (Rollen: OWNER/MEMBER)
- Teilen: einzelne Einträge nutzerübergreifend, mit READ/WRITE-Recht und Ablaufdatum
- Wiederherstellung: einmaliger Recovery-Code bei der Einrichtung
- Krypto: Argon2id (Schlüsselableitung), X25519 Sealed-Box (Schlüssel-Wrapping), AES-GCM (Einträge), HKDF
- Anmeldung: JWT (ES384) über den COD-Login, Prüfung per JWKS
- Betrieb: PostgreSQL, nur über den COD-Proxy erreichbar, Ratenbegrenzung, Protokoll
Nein. Der Server hält ausschließlich verschlüsselte Daten. Ohne Ihr Master-Passwort, das nur clientseitig existiert, sind diese auch bei einem vollständigen Datenbankauszug wertlos.
Bei der Einrichtung erhalten Sie einen einmaligen Recovery-Code. Damit lässt sich der Zugriff auf Ihren Schlüssel wiederherstellen und ein neues Master-Passwort setzen.
Ja. Entweder über einen geteilten Tresor oder über die Freigabe einzelner Einträge (mit Recht und Ablaufdatum). Beides erfolgt Public-Key-verschlüsselt.
Der Tresor-Schlüssel wird für die verbleibenden Mitglieder neu vergeben. Das entzogene Mitglied verliert den Zugriff auf künftige Inhalte.
Nein. Der Tresorname ist verschlüsselt. Lediglich das Icon ist im Klartext gespeichert.
Der Recovery-Code stellt den Zugriff auf Ihren Schlüssel wieder her (z. B. bei vergessenem Master-Passwort). Gegen einen serverseitigen Datenverlust schützt das reguläre Backup des COD.
Über den COD-Login (JWT, ES384, per JWKS geprüft). Der Tresor ist ausschließlich über den COD-Proxy erreichbar.
Betrieb & Resilienz
Backup & Disaster Recovery
- Typ: COD-eigene, herstellerunabhängige Backup-Lösung
- Zielsysteme: alle per SSH erreichbaren Geräte (Switches, Firewalls, Server) sowie MariaDB-/MySQL-Datenbanken
- Methoden: SSH-Befehl, SFTP-Datei/-Ordner, MariaDB-Dump
- Zeitplanung: cron je Host oder Vorlage
- Verschlüsselung: optional je Host/Vorlage, für lokal abgelegte Sicherungen außer Ordner-Backups
- Aufbewahrung: nach Anzahl oder Alter (Tage), automatische Bereinigung
- Vergleich: Diff-Ansicht zweier Sicherungsstände
- Ablage: lokal, optional Auslagerung auf einen SCP-Server (die lokale Kopie wird dann gelöscht)
- Weiteres: Jump-Host/Bastion, Vor-Backup-Skripte, Fehlermails als Betriebshilfe, Speicherplatz-Überwachung, Seriennummernprüfung
Konfigurationen aller per SSH erreichbaren Geräte sowie MariaDB-/MySQL-Datenbanken. Die Lösung ist herstellerunabhängig und über OS-Vorlagen erweiterbar.
Frei konfigurierbar per cron, je Host oder je Vorlage, z. B. stündlich, täglich oder wöchentlich.
Optional. Die Verschlüsselung lässt sich je Host oder Vorlage einschalten. Sie gilt für die Sicherungen, die COD-Backup lokal ablegt. Ordner-Backups sind ausgenommen.
Konfigurierbar nach Anzahl oder Alter in Tagen. Ist das Limit erreicht, werden die ältesten Stände automatisch gelöscht.
Ja. Eine Diff-Ansicht zeigt die Änderungen zwischen zwei Versionen zeilenweise.
Der Host steht danach im Status ERROR, der Fehler ist in der Übersicht sichtbar. Ist der Mailversand eingeschaltet, verschickt der Backup-Dienst zusätzlich eine Fehlermail. Sie ist eine Betriebshilfe. Eine aktive Alarmierung sagen wir nicht zu.
Ja. Optional überträgt COD-Backup Sicherungen aus SSH-Befehl und SFTP nach jedem erfolgreichen Lauf auf einen SCP-Server und löscht die lokale Kopie. Die Aufbewahrungsregel greift dann auf dem SCP-Server.
Ja, über einen Jump-Host-Tunnel.
Sicherungen sind über die Oberfläche herunterladbar. Die Rückspielung auf das Gerät erfolgt manuell mit den üblichen Werkzeugen.
Hypervisor-Verwaltung (virtuelle Switches)
- Typ: Verwaltung virtueller Switches (kein VM- oder Host-Management)
- Plattform: VMware vCenter / ESXi
- Objekte: Standard-vSwitches und Portgruppen mit VLAN-ID. NIC-Zuordnung und Sicherheitseinstellungen werden angezeigt
- Funktionen: Inventar auslesen (Datacenter → Cluster → Host → vSwitch → Portgruppe), vSwitch anlegen, Portgruppe anlegen/ändern/löschen
- Dry-Run: Änderungen an Portgruppen vorab simulieren (Ansicht Port Groups)
- Multi-Host: Operationen über mehrere Hosts, Ergebnis je Host
- Schnittstelle: REST-API, Anmeldung über vCenter-Konto
Virtuelle Switches und Portgruppen auf VMware. Es steuert bewusst nicht den Lebenszyklus von VMs oder Hosts.
VMware vCenter und ESXi (über die VMware-API pyVmomi). Andere Plattformen wie Hyper-V oder KVM werden nicht unterstützt.
Ja. Jede Portgruppe erhält eine VLAN-ID. Neue Portgruppen legt COD mit einer VLAN-ID von 1 bis 4095 an. Im Inventar steht 0 für Untagged und 4095 für Trunk all.
In der Ansicht Port Groups ja. Dort lässt sich jede Änderung an den Hosts vorab als Dry Run simulieren, ohne Eingriff. Der Assistent unter Structure, mit dem Sie neue vSwitches und Portgruppen anlegen, hat keinen Dry Run und schreibt sofort auf die Hosts.
COD zeigt aktive, Standby- und ungenutzte NICs je vSwitch im Inventar. Beim Anlegen eines vSwitch wählen Sie je Host die physischen NICs als Uplink. Lastverteilung und Sicherheitsrichtlinien stellen Sie weiter in vSphere ein.
Mit vCenter-Zugangsdaten (Host, Benutzer, Passwort) im jeweiligen Aufruf.
Ja. Operationen akzeptieren eine Host-Liste. Das Ergebnis weist Erfolg bzw. Fehler je Host aus.
Es liefert den kompletten vCenter-Objektbaum als Lesezugriff, etwa für Dashboard-Ansichten oder Dokumentation.